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„Ecce Homo“. „Seht welch ein Mensch!“. Der Mensch hatte einen Namen – Jesus von Nazareth- , aber dies schien Pontius Pilatus nicht zu beeindrucken, der aus der Position seiner Macht sprach.
Die Macht und die majestätische Sicherheit der Mächtigen finden ihren Ausdruck in den Burgen. Sie symbolisieren die Erinnerung an ein Rittertum, das auf die Treue des Volkes vertrauen konnte und in der Lage war, Tausende von Kämpfern in der Grenzregion Segovia zu mobilisieren. Und das in einer Zeit, in der die Kämpfe gegen Ungläubige oder Feinde ständig an der Tagesordnung waren. Der Adel war vielfach in Auseinandersetzungen um Ländereien und in
Erbfolgekriege verstrickt, und seine Macht gründete sich in Wirklichkeit auf die Menschen, die die Felder bestellten.
Die Burgen Segovias rufen uns mit der Mächtigkeit ihrer Mauern und mit der Eleganz der Ziegelsteine der Mudejarkonstruktionen die großen Namen der adeligen Landbesitzer, die Machtkämpfe und die lange andauernde Unsicherheit jener Zeiten in Erinnerung, in denen die Burgen den Menschen Schutz und Zuflucht boten.
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Sepúlveda - Hoces del Duratón - Fuentidueña - Sacramenia
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Die einzigartige Lage Sepúlvedas am Hang eines hohen Hügels oberhalb der canyonartigen Flusstäler des Castilla und des Duratón kann man nur angemessen bewundern, wenn man sich dem Ort auf der C-603 nähert.
Trotz seines ursprünglich römischen Namens (Septem Publica) erlebte Sepúlveda seine Blütezeit erst im Mittelalter, bedingt durch seine strategische Lage in einer umkämpften Grenzregion. Alfons VI. verlieh ihm im Jahr 1076 die Stadtrechte, die mit einer Reihe von Privilegien für neue Siedler verbunden waren. Dadurch erlangte der Ort eine Bedeutung, die ihn in ein Vorbild für viele andere Dörfer verwandelte.
Der Treffpunkt ist die Plaza Mayor oder Plaza del Mercado, ein langgestreckter Platz, an dem linker Hand die Fernán González-Burg steht. Wir gehen durch die Calle Barbacana und folgen einem Teilstück der Stadtmauer bis zum Ecce Homo-Stadttor. Hier sehen wir eines der schönsten historischen Bauensemble der Provinz mit wappenverzierten Häusern wie der Casa del Moro oder der Casa de las Conchas, den romanischen Kirchen San Justo und San Pastor und Virgen de la Peña, letztere mit einem prachtvollen Tympanon über dem Eingang. In ihrem Innenraum steht eine polychromierte Figur aus dem 12. Jahrhundert, die die Schutzpatronin des Dorfes darstellt. Von dieser Kirche aus genießt man einen herrlichen Blick über das Duratón-Tal.
Wir gehen durch die Calle de San Millán zurück zum romanischen Haus der Familie Gil y Gibaja und dem Stadttor Puerta del Postiguillo. Nahe der Plaza Mayor befinden sich der Palast der Grafen von Sepúlveda und die Santiago-Kirche mit einer in Sepúlveda einzigartigen Apsis aus Ziegelsteinen und Doppelbögen. In dieser Kirche befindet sich gegenwärtig das Informationszentrum des Duratón-Naturparks.
Besonders erwähnenswert ist jedoch die Salvador-Kirche (11. Jh.) wegen ihres urs-sprünglichen segovianisch-romanischen Stils. Das einschiffige Gebäude besitzt eine halbkreisförmige Apsis und ein Tonnengewölbe. An der Südfassade ist ein herrliches Portal zu sehen. Hier versammelten sich im Mittelalter die freien Bürger von Sepúlveda, um Entscheidungen über ihre Stadt zu treffen. Der freistehende Kirchturm ist durch einen mit einem Gewölbe überspannten Gang mit der Kirche verbunden.
In der Umgebung von Sepúlveda empfehlen wir den Besuch zweier weiterer Sehenswürdigkeiten:
Die Duratón-Kirche zwischen El Olmo und Duratón ist eine abgelegene und wohlproportionierte Kirche und ein gutes Beispiel für die segovianische Romanik.
Castillo de Castilnovo, eine Mudejarkirche aus dem 14. Jahrhundert, steht in der Nähe von ALDECORVO. Ihre mächtigen Türme scheinen durch die Zweige von Pappeln und Steineichen hindurch. Hier lebten einst Don Álvaro de Luna und die Katholischen Könige.
DER NATURPARK LAS HOCES DEL DURATÓN.
Der Duratón hat die harte, kalksteinhaltige Erde der iberischen Hochebenen ausgehöhlt und dabei tiefe Schluchten gegraben. In ihnen hat eine der größten Gänsegeier-Kolonien Europas Zuflucht und Nistplätze gefunden. Sie teilen diesen Lebensraum mit Schmutzgeiern, Wanderfalken und Uhus.
Der Zugang zum Naturpark erfolgt über Villaseca. Innerhalb des Parks kann man sich auch die Siete Altares-Höhle in SAN MIGUEL DE NOGUERAS anschauen. An einem Felshang finden sich einige Altäre und geometrische Muster aus der Zeit der Westgoten.
Zu den Highlights des Naturparks gehören die beeindruckenden Ruinen des Klosters Nuestra Señora de la Hoz am Hang des gegenüberliegenden Duratón-Ufers – (um sie zu sehen, muss man vor San Frutos auf einem Weg an den Fluss heranfahren) – und die Wallfahrtskirche San Frutos. Diese hoch über dem Tal gelegene romanische Wallfahrtskirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Hier lebte einst der Schutzpatron von Segovia als Einsiedler.
Auf der Strecke über Villaseca nach Fuentidueña fahren wir durch ALDEHUELA DEL CERRO, HINOJOSA DEL CERRO, CARRASCAL DEL RÍO, COBOS DE FUENTIDUEÑA Y SAN MIGUEL DEL BERNUY. Diese Ortschaften besitzen ebenfalls romanische Kirchen.
Das auf einer Anhöhe gelegene FUENTIDUEÑA war im Mittelalter die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Ein großer Teil der mittelalterlichen Stadtmauer sowie das nach Alfons VIII. benannte Stadttor sind ist noch erhalten.
Hier gibt es gleich zwei romanische Kirchen, San Martín und San Miguel. Letztere gilt als eine der schönsten dieser Stilrichtung. Nahe der Stadtmauer finden sich einige antropomorphe Gräber, die in den Fels gehauen sind.
Zum Abschluss dieser Route fahren wir nach SACRAMENIA, wo man die romanischen Kirchen San Miguel, San Martín und Santa María de Cárdaba sowie die Überreste des Zisterzienserklosters Santa María la Real bewundern kann.
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